Freunde
Hier haben gute Freunde von uns die Chance, sich selbst vorzustellen
oder vorgestellt zu werden. Einzige Bedingung: Sie müssen etwas Kreatives
zu dieser Website beigesteuert haben :-)
Walter Kiesenhofer:

Skorpionisches Fossil aus der 68-er Saurierzeit, einige Blumen immer noch
im weißen Haar versteckt. Geboren 1947 in Oberösterreich.
Ich bin ein literarischer Amateur, dem sich die Gelegenheit der Herausgabe eines eigenen Buchs bisher nie (mühelos) bot, der sich aber freut, im "Netz der Netze" eine Welt des wirklich grenzenlosen Austausches literarischer Botschaften gefunden zu haben.
Geist: unzeitgemäß. Seele: ebenfalls kein Designermodell.
Ich lebe seit dem 16.09.1999 mit einer Niere, welche mir meine Frau spendete, nachdem sie mir 30 Jahre zuvor bereits ihr Herz geschenkt hatte. Wir haben zwei Töchter und vier Enkelkinder.
Wohnort: Linz an der manchmal tatsächlich blauen Donau. Industriestandort und internationales Computerkunst-Zentrum (prix ars electronica).
Liebstes Hobby: Surfen auf den ersten Träumen zwischen Wachen und Schlaf.
Abneigung: Bomben-Stimmungen, egal aus welcher Ecke diesseits oder jenseits des Atlantik. Mein Wunsch: Mögen alle Wesen glücklich sein!
Gabi Scharf:

Internet und Telefon machen es möglich: Wir haben Freunde, die wir gar
nicht persönlich kennen und die uns dennoch sehr kostbar sind.
Eine davon ist Gabi Scharf, die weit weg in Markt Schwaben bei München
lebt. Leider sind uns Bahn und Billigflieger nicht so wohl gesonnen wie
die modernen Kommunikationsmittel, sodass aus einem persönlichen
Treffen bisher nichts geworden ist. Die Verbindungen zwischen München
und Berlin sind leider für uns unerschwinglich.
Als wir unsere Freundin baten, sich für unsere Website mit ein paar
Worten vorzustellen, protestierte sie bescheiden: „Oh nein! Was
soll ich da schreiben? Ich bin nichts Besonderes ... nur eine ganz durchschnittliche
allein erziehende Frau, die in ein paar Monaten vierzig Jahre alt wird.
Ja, ich kann euch ein paar Eckdaten liefern aber ...“
Ach Gabi! Wer deine Bilder anschaut, weiß, dass du eine empfindsame
Romantikerin bist ... eine Künstlerin mit ungewöhnlich feinem
Gespür für Stimmungen, Komposition und Farbe. Wer jedoch deine
Geschichten liest, begegnet einer sehr viel rationaleren und strengeren
Künstlerpersönlichkeit.
Als Redakteurin bei 'Phantastisch!‘ verteidigst du deine Wertvorstellungen
mit gnadenloser Härte. Da bist du professionell, unparteiisch und
unbestechlich ... kennst nur den Dienst an der fantastischen Literatur.
Du bist der mütterlichen Hingabe und der fordernden Zuneigung fähig
... aber das verbindet dich mit allen erfolgreichen allein erziehenden
Müttern der Welt. Ja, wir alle müssen zugleich Mütter und
Väter sein. Nur der Eine, der alles sieht und selten eingreift, versteht,
wie schwer uns das manchmal fällt.
Ramona Scheerer:

Also, mich gibt es seit März 1975. Zu Adriana und Anneliese kam ich eher
zufällig, weil ich ein paar Gedichte hatte, die gern mal die große
weite Welt etwas kennenlernen wollten. Als ich bei einem Star Trek-Fanclub,
in dem ich früher mal Mitglied gewesen war, anfragte, leitete man mich
an die beiden hier weiter, denn meine Gedichte haben mit SF nichts zu tun. Sie
sind eher Momentaufnahmen meines eigenen inneren Universums. Ich finde es richtig
spannend, nun meine kleinen Werke auf ihrer Homepage wiederzuentdecken.
Star Trek TNG wurde Anfang der 90er meine große Leidenschaft, denn SF
begeisterte mich schon von Kindheit an (damals lief das bei uns noch unter „utopische“
Filme bzw. Bücher). Über die Jahre hat die ungezügelte Begeisterung
dafür zwar etwas nachgelassen, zu meinem Alltag gehören SF und speziell
Star Trek jedoch immer noch ... aber eben auch sonst alles, was eine Träumerin
wie mich begeistert.
Vor wenigen Jahren noch lebte ich ebenfalls in einem sehr komplexen SF-Universum,
weit weg von der Erde, und verfolgte das Leben meiner Helden. Für den Moment
aber existieren sie weitestgehend ohne mich weiter und ich habe verstärkt
begonnen, die kleinen Abenteuer meines Alltags zu entdecken, was mindestens
genauso aufregend ist. Was das angeht, so bin ich dankbar, bis heute fast immer
auf dem Land gelebt zu haben, allerdings inzwischen schon in
drei Bundesländern. Die Wesen der Natur haben viele Geschichten zu erzählen.
Anne Türck:

Schon als Kind hatte ich das Bedürfnis mit Ton zu gestalten, hatte aber
damals keine Möglichkeit. Als Jugendliche und Erwachsene lebte ich mein
Leben und machte andere Bastelarbeiten und Handarbeiten.
Erst mit fast 40 Jahren traute ich mich und besuchte dann mehrere Töpferkurse.
Mit der Kursleiterin hatte ich großes Glück. Sie brachte mir u.a.
Geduld für diese Arbeiten bei.
Mit Ton arbeiten bereitet mir immer Freude. Ich brauche es als Ausgleich zu
meiner Büroarbeit. Leider habe ich gar nicht genügend Freiezeit um
mein Hobby richtig auszuleben. Ich muß schon ruhig und entspannt sein
und ausreichend Zeit haben um kreativ zu sein.
In unserem Garten habe ich einen Brennofen aus Ziegelsteinen um die Objekte
einem besonderen Raku-Brand auszusetzen. Das erzielt ausgefallene nicht vorhersehbare
und überraschende Effekte bei den Glasuren. Ausserdem gibt es im Garten
ein Erdloch in dem die Keramiken statt mit Glasur mit einem Sägemehl-Schmauchbrand
eine Patina bekommen. Die Möglichkeiten sind Unendlich. Immer wenn ich
frei habe probiere ich auch mal wieder was Neues aus.
Helmuth Schida:

1943er-Jahrgang, Wiener Lebenskünstler, Maler, Dichter, Fotograf,
"Kult-Autor", "Bukowski der Donaumetropole Wien" (laut W.C.)
1995 zum zweiten Mal geheiratet (in Las Vegas)
Ende 1998 nach knapp 38 Jahren als Lehrer in Pension.
Hobbys:
Malen in Öl, was aussieht wie van Gogh:
Fotografieren mit allem, was eine Linse hat, und die Bilder kreativ bearbeiten:
Vorm PC sitzen und Texte in die Tasten hämmern:
Und ich sammle Literaten um mich ;-)):
Gerd Schleusner :

Gerd Schleusner ist einer jener legendären Freunde, die scheinbar schon immer dazu gehört haben. Ich lernte ihn vor mehr als 30 Jahren im Zirkel Schreibender Arbeiter des Stahl- und Walzwerkes Brandenburg kennen. Damals kam er frisch von der Armee, wollte Schauspieler werden und überbrückte die Zeit zwischen den Bewerbungen an verschiedenen Hochschulen, indem er als Beleuchter und Requisiteur am hiesigen Stadttheater arbeitete. Nebenbei malte er und schrieb Gedichte. Er war voller Enthusiasmus und Talent, aber leider gab es sehr viele junge Leute, die auch begeistert und begabt waren ... und sehr wenige Studienplätze für angehende Schauspieler.
Irgendwann musste er seinen großen Traum aufgeben und sich neu orientieren. Und er fand nach einigen Irrwegen eine andere Berufung – kranken und benachteiligten Mitmenschen zu helfen. Gerd begann an der Bezirksnervenklinik Brandenburg zu arbeiten und qualifizierte sich zum Fachkrankenpfleger. Er arbeitete auf verschiedenen Stationen, unter anderem auch eine Zeit lang im Maßregelvollzug.
„Jemand muss doch diesen Menschen Wärme und Liebe geben“, erklärte er auf meinen skeptischen Blick. „Und da sonst niemand dazu bereit ist ...“
Das ist typisch für Gerds kompromisslosen Humanismus. Und für seinen ungewöhnlich hoher Anspruch an die eigene Arbeit.
In seine Grafiken und Texten ist er stets auf der Suche nach Vollkommenheit. Mit weniger würde er sich nicht zufriedengeben. Deshalb gibt es momentan auch nur vier Gedichte, zu denen er immer noch steht.
Manchmal wünsche ich mir, all die übereifrigen Schreiberlinge da draußen wären wenigstens zu einer winzigen Spur seiner Selbstkritik fähig. Und dass das unartikulierte Hintergrundrauschen im Web irgendwann etwas leiser wird, damit wahre Schönheit und Weisheit wieder beachtet werden.
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