| Anneliese Wipperling: "Der weite Weg zur Erde" | |
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Was passiert, wenn man einer neunjährigen Vulkanierin einen Gedichtband von Garcia Lorca schenkt? Für die junge T’Liza ist es der Beginn einer Kette von Ereignissen, die ihr Leben gründlich auf den Kopf stellen. Sie durchschaut mehr und mehr die Bigotterie und die dunklen Geheimnisse ihrer vulkanischen Vorzeigefamilie, übersteht eine mörderische Überlebensprüfung und wird Zeugin bei der Trennung ihrer Eltern. Als ihre Mutter den charismatischen Philosophieprofessor Andal heiratet, entdeckt T‘Liza eine faszinierende verborgene Seite Vulkans und findet endlich ihre geistige Heimat. Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein. Schließlich kommt es zu dramatischen Ereignissen, die nicht nur T'Liza in die Verbannung treiben, sondern auch die Grundfesten der vulkanischen Gesellschaft erschüttern ... |
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Textauszug 1: Die Halle der alten Gedanken war eigentlich ein Labyrinth und ich war
mit dem Mönch und Andal mitgegangen, ohne auf den Weg zu achten.
Ich wußte nicht, wo der Ausgang war. Mir blieb nichts weiter übrig,
als Andal in die Arme zu nehmen und auf Hilfe zu warten. Er fühlte
sich so kalt an, als wäre er auch schon tot. Textauszug 2: Nun war ich also im Untersuchungsgefängnis. Anders als der Aufbewahrungsort
für verurteilte Verbrecher war es nicht komfortabel und schön...
und es ähnelte auch nicht dem wunderbaren Gefängnis aus meinen
Träumen. Die Gestaltung und Farbgebung waren geeignet, Depressionen
hervorzurufen: Wände, Boden und Decke bestanden aus dem gleichen
grauen, elastischen Material. Fenster und Türen waren nicht erkennbar...
und es gab keinerlei Möbel. Ich stand nachts unter freiem Himmel in der Wüste, beobachtete die Sterne und T'Khuth, die majestätisch am Horizont auftauchte... niemand war bei mir... nur in der Ferne heulten einige Lematyas und ein würziger Duft wehte vorüber...ich ging bis zum Rand der Wüste und freute mich, daß T'Khuth nicht zurückwich, sondern entsprechend meinen Wünschen eine Schale mit einer kleinen Öffnung bildete... ich erinnerte mich an meine früheren Ausflüge in die Kristallwelt und flehte Ah'Tha an, mich in Rauch zu verwandeln... als ich auf der anderen Seite war, befand ich mich wieder im Untersuchungsgefängnis in der Hauptstadt... merkwürdigerweise konnte ich nun auch in die anderen Zellen sehen und die Gefangenen beobachten... es waren alles Außenweltler... Menschen, Trill, Cardassianer... und die roten Kristalle, die in der tristen Umgebung heftig funkelten... "Man braucht auf Vulkan keine Dichter" sagte der Cardassianer... "sie bringen nur Unordnung und vergrößern die Entropie des Universums.".... "und man braucht keine Liebe", sagte der Trill. "Du bist beider Verbrechen schuldig."... "Die Ah'Maral sollen verboten werden." flüsterten die Kristalle in meinem Kopf. "Du gehörst auch dazu.".... und dann weinten alle Gefangenen und sagten, daß sie schon tausend Jahre auf ihren Prozeß warteten... ich suchte verzweifelt das kleine Loch in der Wand, um ins Leben zurückzukehren... aber es war nicht mehr da... Schweißgebadet wachte ich auf und grübelte den Rest der Nacht,
ob das vielleicht ein Wahrtraum war und ich in diesem deprimierenden Raum
den Rest meines Lebens verbringen mußte. Ich hatte nur eine Hoffnung...
daß eine virtuelle Persönlichkeit wahrscheinlich falsche Träume
hatte und vielleicht auch nicht die gleichen Fähigkeiten wie die
reale Person besaß. |
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Farbcover: |
Anneliese Wipperling |
Seitenzahl: |
204 Seiten DIN A4 |
Preis: |
12,50 EURO |
Altersbeschränkung: |
ab 18 Jahre (Ausweiskopie beifügen!) |
Bezug: |
Star Trek Forum |
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