Keine Freiheit
Wir sind ncht frei.
Früher lebten wir
auf einer Raumstation.
Die Wände
waren grau und erdrückend.
Sehnsuchtsvoll
schauten wir hinaus
zu den glitzernden Sternen ...
Doch die Luftschleusen
waren versiegelt.
Irgendwann lernten wir
Shuttles zu bauen,
Bomben und Schneidbrenner.
Wir flohen in Massen.
Die Station hinter uns
implodierte.
Freiheit!
Endlich!
Reisen zwischen den Sternen ...
Eine Bestie
hat uns gefressen.
Die Wand ihres Magens
ist aus weichem Gelee,
unsichtbar
für schwache Augen.
Sie verformt sich gefällig
wenn man dagegen tritt,
und zieht sich danach
noch enger zusammen.
Viele von uns
wurden verdaut
und als Gerippe ausgeschieden.
Irgendwann
wird die Bestie sterben.
Wir müssen
neue Raumschiffe bauen,
eine Welt besiedeln,
und ein Leben führen
wie wir es uns wünschen.
Erst dann sind wir frei.
(© Adriana Wipperling, Januar 2005)
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