Schwerer Traum

Friedliche Stimmung bei schönem Licht,
dort sind die Familie und das Lachen.
Unmerklich zuerst
kommt die Stille über uns
und schwindet der Lichtschein.
Doch dann, spürbar für jeden,
kippt die Welt.
Dämmerung breitet sich aus.
Rückwärts läuft die Zeit,
Angst umschlingt uns.
Die Wesen heutiger Zeit
sind nicht mehr zu sehen,
weichen Sauriern aus der Vergangenheit.
Panik greift um sich,
und wir fassen uns fest bei den Händen.
Ständig weiter kippt die Welt,
steht plötzlich senkrecht,
und es wird Nacht.

Allein.
Plötzlich ganz allein.
Niemand ist mehr da,
und ich schreie,
schreie,
schreie,
habe Todesangst,
denn ich weiß, es geht um mein Dasein.

Meinen Namen sehe ich
groß und deutlich,
und ich schreie weiter,
bis alles verschwindet,
der Name,
ich ...
Ich
bin nicht mehr
vorhanden.
Mein Schrei erstirbt.
Was ist?
Alles
und nichts.
Dunkel, Ende,
gleichzeitig auch Beginn von allem
und keine Bestimmung
vom Dunkel möglich.
Alles und nichts.

Es ist da,
was wieder ich wird,
ganz plötzlich.
Ich ...
und die Welt,
das Licht, die Familie,
alles existiert wieder,
und erneut fassen wir uns bei den Händen,
schweigend und beherrscht,
denn was immer nun geschieht,
wir sind vorbereitet.
Sind wir das ...?

(© Ramona Scheerer 2004)



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